Polarlichter: Die Sache mit der Wahrscheinlichkeit.

Polarlichter – oder auch die Sache mit der hohen Wahrscheinlichkeit, die doch eigentlich keine ist.

Tromsø wird auf zahlreichen Internetseiten als Polarlichthotspot betitelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man während eines Besuchs Polarlichter sehen kann, liegt in den Wintermonaten bei 9 von 10 Nächten. (Mit 10 von 10 nur getoppt von Nordisland!) Verantwortlich dafür ist das Polarlichtoval, das den geomagnetischen Pol (liegt auf Grönland) in Form eines Ringes umgibt und in dessen Herzen die Stadt liegt. Trotzdem ist die Möglichkeit Polarlichter zu sehen nicht immer gegeben, wenn es bewölkt ist oder schneit sind die Polarlichter zwar da, man kann sie aber nicht sehen. Genauso sind sie in lichtstarken Gebieten und Städten viel schlechter zu erkennen.Wir haben 5 Nächte in Tromsø und ich habe wirklich Bammel, dass wir genau 5 Nächte erwischen, an denen es bedeckt ist bzw. nur minimale Aktivität herrscht. (Ich nerve meine Kolleginnen seit Monaten mit den Lichtern, bin gespannt, was sie dann sagen.) Wir haben von unserer Seite alles befolgt und die Wahrscheinlichkeit maximiert durch den richtigen Ort, eine gebuchte Tour mit erfahrenen Guides etc., trotzdem kann das Wetter die fast 100% Wahrscheinlichkeit sehr stark minimieren.

Die meisten Sehenswürdigkeiten sind immer da, wenn ihr zu den Pyramiden von Gizeh reist, zum Eiffelturm oder die Oper in Sydney fotografieren wollte, dann ist das wichtigste hinkommen, Akku haben, evtl. noch den richtigen Filter auswählen und schon ist das Foto gemacht. Manchmal muss man etwas warten, wie beim großen Geysir auf Island – aber man kann sich trotzdem sicher sein, dass man sein Foto bekommt. Bei den Nordlichtern ist das anders. Die Norweger nennen sie eine „launische Dame“, und genau das macht es umso spannender, abenteuerlich und unberechenbar. Drückt die Daumen, dass es das Schicksal gut mit uns meint. 😉 Ich habe einen perfekten Moment in meinem Kopf, den ich mir Wünsche und mir vorstelle und ich würde mich sehr freuen, wenn ich euch in zwei Wochen genau davon und von unseren Erlebnissen mit dem Polarlicht berichten kann.

Einen tollen Beitrag mit super hilfreichen Tipps und einer interaktiven Karte findet ihr übrigens hier. Ich hab mir die Karte schon ganz genau angesehen, in unserer Straßenkarte einige Punkte markiert und bin gespannt, ob wir alle Orte finden, eigene bessere entdecken und mit unserer Kamera klarkommen.

Zusammengefasst sind dies die (hoffentlich) besten Tipps die ich zur Polarlicht-Photografie finden konnte: Fokus auf unendlich stellen – größtmögliche Blende – Verschlusszeit von 8-15 Sekunden – ISO-Wert zwischen 1000 – 2000 – Stativ + Fernauslöser.

Ob das so klappt, sehen wir dann in 10 Tagen. Tipps, Hinweise und Links zur Canon 1200d im Zusammenhang mit Polarlichtern könnt ihr mir sehr gerne in die Kommentare schreiben.

Um genau informiert zu sein, wie das Wetter wird, ist die Seite yr.no ziemlich gut. Zudem haben wir uns die App „Aurora Forecast“ runter geladen. Hier werden Vorhersagewerte für den jeweiligen Ort angegeben und man sieht genau, ob und wie stark Polarlichter zu erwarten sind.

Ich hoffe ihr seid genauso gespannt, wie wir, was wir tagsüber und nachts  in Tromsø erleben werden. Freut euch auf viele Bilder und Berichte.

 

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3 Gedanken zu “Polarlichter: Die Sache mit der Wahrscheinlichkeit.

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