Minikreuzfahrt: Mit der Color Line nach Oslo

Momentan bin ich absolut in Reiselust. Bei Instagram, Snapchat und Facebook sehe ich tagtäglich wundervolle Bilder und möchte am liebsten sofort auch überall hin. Bei mir ist es immer so, dass mein Kopf bereits wieder anfängt zu planen, sobald die nächste Unterkunft gebucht ist. Seit unserem Polarlichter-Trip nach Tromso waren wir nicht mehr richtig weg und ich kann es kaum erwarten in 6 Tagen in mein geliebtes Laboe zu fahren. Außerdem habe ich bereits einen Kurztrip ins Aja-Resort Grömitz gebucht und Teile des Sommerurlaubs in dem es unteranderem nach Lissabon geht. Bis ich euch also wieder „live“ berichten kann, muss ich mich noch etwas gedulden und möchte daher in der Zeit von einem anderen – meinem allerliebsten Kurztrip berichten: Der Mini-Kreuzfahrt mit der Color Line nach Oslo!

Unsere erste Tour mit der Color of Fantasy haben wir bereits 2011 von Kiel nach Oslo gemacht. Da es uns so gut gefallen hat, sind wir auch 2014 und im letzten Jahr sogar mit der ganzen Familie auf der Color of Magic nach Oslo gefahren. Die Tour dauert immer drei Tage bzw. zwei Nächte und ist weit mehr als eine Fährüberfahrt.

Gebucht haben wir immer direkt online über die Website der Color Line – wenn man nicht an einen bestimmten Termin gebunden ist, dann lohnt es sich etwas mit den Daten zu spielen, da man teilweise bei einem Tag Abfahrt eher oder später deutlich sparen kann. Außerdem ist der Preis inkl. Frühstück und Abendessen (Skandinavisches Buffet:-)) immer günstiger, als die Leistungen einzeln zu buchen (außer man möchte nicht Frühstücken und nur a la carte Abendessen). Rechnet am besten verschiedene Varianten durch, bevor ihr bucht!

Das Schiff legt um 14h täglich in Kiel ab – und nein, es wartet nicht. Ich habe schon mehrmals gesehen, wie Leute es nicht geschafft haben und dann nicht mehr an Bord durften. Wir waren immer rechtzeitig vor Ort (meistens gegen 11h) und haben unser Auto direkt am Terminal geparkt (direkt vorne an Schiff, Kosten für den gesamten Zeitraum 20€). Da der Parkplatz nicht so groß ist, kann man z.B. auch ins Fördeparkhaus ausweichen, wenn er voll ist. Wenn ihr nicht zu spät dran seid, dann lasst euer Gepäck ruhig noch im Auto und geht erst mal in Ruhe ins Terminal.

Dort erhält man seine Bordkarten entweder an einem der Service-Schalter oder einem Automaten. Bei unserer letzten Fahrt hatten wir großes Glück und haben für alle drei Kabinen ein Upgrade in eine Vier-Sterne Kabine bekommen. Wenn man noch Zeit hat, lohnt es sich an der anderen Seite aus dem Terminal über eine Brücke in die Kieler Innenstadt zu gehen, noch ein paar Fotos vom Schiff zu machen und z.B. im Vapiano etwas zu essen. Was sich nicht lohnt? Bereits ab 12:30 Uhr in der Schlange vor dem Eingang anzustehen, damit man als erstes an Bord gehen kann ;-). Boarding ist ca. ab 13:40 Uhr und geht wahnsinnig schnell, da es mehrere Durchgänge gibt und man nur seine Boardkarte scannen muss. Einen Ausweis muss man nur beim Check-In zeigen und das Gepäck nimmt man direkt selbst mit auf’s Schiff. Es wird normalerweise nicht gewogen oder gescannt, allerdings gibt es kurz vor dem Eingang des Schiffs noch eine stichprobenartige Gepäck-Kontrolle (ich denke zur Kontrolle, ob Dänen zu viel Alkohol einführen).

Einmal in der Kabine angekommen sollte man nur sein Gepäck abstellen und sich mit einem der vielen Fahrstühle auf den Weg zum Sonnendeck machen – von dort hat man beim Auslaufen einen tollen Blick auf den Kieler Hafen. Ich finde immer, dass die Zeit sehr schnell vergeht und wir waren meistens ca. 2 Stunden auf Deck. Nach ca. 45mn passiert man Laboe und ca. 15mn später den Leuchtturm der Kieler Förde.

Wir haben bisher immer eine Außenkabine gebucht, zum einen finde ich es ganz schlimm ohne Fenster und zum anderen ist es wunderschön morgens mit Blick auf den Oslo Fjord aufzuwachen. Die Kabinen sind klein und ausreichend, man hat ein Doppelbett, Hocker, Ablage und einen Kleiderschrank sowie ein mini Badezimmer. Die drei-Sterne Kabine unterscheidet sich fast nur in der Größe zur vier-Sterne Kabine (ca. 1m mehr Platz, auf dem ein Sessel steht), jedoch hat man noch zwei andere Vorteile. Man darf die Minibar kostenfrei nutzen (und es ist sonst sehr teuer an Bord, da die Color Line eine norwegische Rederei ist) und man nimmt das Frühstück nicht im Grand Buffet, sondern einem Restaurant am Schiffsende mit fantastischem Blick ein.

Nachdem man sich in der Kabine frisch gemacht hat, wird es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir haben bisher nur das Skandinavisches Buffet gehabt und es ist wirklich toll! Es gibt wahnsinnig viel Auswahl und auch als nicht Fisch-Fan kommt man auf seine Kosten. Bei Buchung kann man bereits seine Essens-Zeit auswählen, 17:30/18:00 Uhr oder 20:00/20:30 Uhr. Da wir nicht so lange warten wollten, haben wir meistens 17:30 Uhr genommen (da um 18:00 Uhr auch die Personen von halb noch am Buffet stehen, finde ich die erste Zeit immer besser).

Um ca. 18:30 Uhr müsst ihr unbedingt noch einmal auf Deck vorbei schauen um die Durchfahrt unter der Storebæltbrücke zu sehen! Die Brücke ist 18 km lang und verbindet Ost- und Westdänemark miteinander.

Danach kann man eine der zahlreichen Aktivitäten an Bord machen, wie Schwimmbad (eine Stunde kostet ca. 20€), Casino, Disko, Shopping, Golf-Simulator, … Wir haben uns jedes Mal die kostenfreie Musical-Show (an beiden Tagen eine andere) angesehen, die ca. 40mn dauert, um 19:00h und 21:00 Uhr startet und wirklich gut ist und den Abend danach entspannt ausklingen lassen.

Wenn man gegen 23:30 Uhr noch auf Deck ist oder eine Außenkabine zur richtigen Seite hat), kann man das Schwesterschiff bzw. die andere Color Line hell erleuchtet auf hoher See sehen.

Morgens ist es wie schon erwähnt wunderschön mit Blick auf den Oslo Fjord einzulaufen. Man muss sich mit dem Frühstück ranhalten, da die Color Line gegen 10:00 Uhr in Oslo einläuft. In Oslo hat man 4 Stunden Aufenthalt und kann die Stadt entweder auf eigene Faust erkunden oder eine deutschsprachige Rundfahrt machen. Wir haben wie immer unser eigenes Ding gemacht und meine Reiseimpressionen aus Oslo findet ihr bereits auf dem Blog. Für die, die lieber mit Guide unterwegs sind: Meine Eltern fanden die Rundfahrt sehr gut und informativ, hatten eine tolle Begleitung und haben sehr viel gesehen.

Wenn man wieder auf das Schiff zurück möchte, ist es nicht nötig sich erneut anzustellen bzw. auf das Boarding zu warten. Die deutschen Gäste können mit Ihrer Bordkarte jeder Zeit zurück auf’s Schiff. (Man kann auch komplett an Bord bleiben.) Die Ausfahrt aus Oslo Hafen ist noch viel toller und imposanter als aus Kiel und bei gutem Wetter kann man gut drei Stunden auf dem Sonnendeck verbringen und die Aussicht genießen. Ansonsten unterscheidet sich die Rückfahrt nicht besonders von der Hinfahrt und alles dazu habe ich euch bereits gerade berichtet.

Wir haben die Minikreuzfahrt eigentlich nur ausprobieren wollen, um zu testen, ob wir „schiffstauglich“ bzw. seefest für eine richtige Kreuzfahrt sind und finden Sie einfach super! Bei diesem Kurztrip sieht man landschaftlich wahnsinnig viel, lernt symphatische Leute kennen und wunderbar abschalten. Auch wenn alle guten Dinge drei sind, war dies sicher nicht unsere letzte Tour mit der Color Line.

 

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10 Gedanken zu “Minikreuzfahrt: Mit der Color Line nach Oslo

  1. Schöne Fotos, wecken Erinnerungen. Wir haben in diesem Februar diese minikreuzfahrt mitgemacht. Die Brücke haben wir leider verpasst, da wir zu lange mit dem Abendbuffet verbracht haben 😴, welches einen leicht überfordern kann bei der Riesenauswahl. LG

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    1. Es ist ein riesiges Buffet mit sehr viel verschiedenen Fischarten, Fleisch und norwegischen Spezialitäten, (dazu gehören auch so Dinge wie Rentier 😉). Da die Auswahl aber sehr groß ist, findet man auf jeden Fall einiges, was einem schmeckt. Es gibt auch ein separates Kinderbuffet.

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