… where your Arctic adventure begins

Manchmal sieht man etwas und es bleibt für lange Zeit einfach in den Gedanken und ruft sich immer mal wieder in Erinnerung. So geht es mir bei der Aurora Borealis bzw. mit einer Postkarte, die diese zeigt – schon im Jahr 2013 auf unserer ersten Mini-Kreuzfahrt mit der Color Line habe ich mir eine Postkarte gekauft, auf der das Polarlicht zu sehen ist. Schon damals hab ich zum Mann gesagt, dass ich unbedingt einmal Polarlichter sehen möchte und mir das Gefühl und den Moment unglaublich vorstelle. Nicht nur unglaublich, einfach magisch, wie von Zauberhand. Die Karte steht seit der Reise auf meinem Nachtisch und hat mich wirklich immer mal wieder erinnert, zuletzt als wir Anfang Oktober von unserer bisher letzten Tour mit der Color Line zurück gekommen sind. Ich habe im Vorfeld sogar einmal geschaut, ob es in Oslo auch Polarlichter geben kann, aber im Sommerhalbjahr ist das fast unmöglich, da es zu weit südlich liegt. Während der Reise und vor allem danach ist die Lust dann aber immer größer geworden und ich habe angefangen nach einem Ort zu suchen, wo ich Polarlichter sehen kann, und zwar nicht nur mit ganz ganz viel Glück, sondern mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.

Laut zahlreichen Internetseiten und Forecasts ist das in Tromsø der Fall (an 9 von 10 Nächten soll man bei guten Bedingungen Polarlichter sehen können!). Es ist sogar so wahrscheinlich, dass sich die Stadt selbst als Polarlicht Hotspot bezeichnet und mit Superlativen nur so um sich wirft um Touristen anzuziehen, aber hey es gibt immerhin die nördlichste Brauerei, die nördlichste Universität, die nördlichste Kathedrale und viel mehr dort zu entdecken, es kann also auch am Tag ganz nett werden.

Um das Risiko zu minimieren, dass wir nur schlechtes Wetter bzw. Wolken haben, bleiben wir 5 Nächte (trotzdem hab ich Angst, dass das Wetter gegen uns ist, aber wir werden sehen, drückt die Daumen) und haben auch schon eine Northern Light Cruise (oder besser gesagt eine verdammt teure 4 stündige Schifffahrt auf einem kleinen Schiff mit 12 anderen) mit Nordlicht-Experten gebucht, die hoffentlich die besten Plätze kennen und uns zeigen werden.

Wem ich in letzter Zeit zum ersten Mal von Tromsø erzähle, der guckt mich schräg an und versucht es zumindest minimal geografisch einzuordnen – klappt aber meistens nicht so richtig. Tromsø liegt 350 Kilometer nördlich des Polarkreises und ist die größte Stadt Nordnorwegens.

Und bald sind der Mann und ich da, ich kann es kaum erwarten. Nur noch 26 Tage!! Wir haben bereits im Oktober gebucht, sodass die Vorfreude langsam ins unendliche anwächst. Wer sich jetzt fragt, wie man überhaupt nach Tromsø kommt, dass ist tatsächlich nicht so schwer (noch etwas, was die Stadt ausmacht, sie ist der am einfachsten zu erreichende Ort für Polarlichter): Wir fliegen von Hamburg über Oslo nach Tromsø und das in 4:20h, was ich ziemlich schnell finde. Zurück sind wir 5:30h unterwegs, haben allerdings auch noch einen Stopp in Kopenhagen. Pro Person zahlen wir 200€ – das erscheint in Zeiten der Billig-Airlines relativ viel, aber Ryanair fliegt leider Tromsø nicht an 😉 Übernachten werden wir im Apartment Hotel City Living Tromsø, nach einiger Recherche haben wir uns bewusst für ein solches Hotel entschieden, da Norwegen wirklich sehr teuer ist und wir so eine kleine Küche haben. Nach unserer Rückkehr gibt es dann eine ausführliche Beschreibung des Hotels.

So einfach es war den Flug und das Hotel zu buchen, umso weniger habe ich mir über den Rest Gedanken gemacht. In Tromsø ist es aber doch etwas kälter und Anfang Januar ist uns dann bewusst geworden, dass wir quasi nichts besitzen, was für die dortigen Temperaturen geeignet ist. Nach einiger Suche, habe ich diese Punkte als wichtig für uns  ausfindig gemacht:

–          Daunenjacke bzw. sehr warme Jacke

–          Gefütterte Hose (Primalofthose oder Daunenhose)

–          Handschuhe (Fäustlinge, damit die Finger sich gegenseitig wärmen)

–          Mütze mit langen „Ohren“ und Fleeceeinsatz

–          Dicker Schal

–          Warme Thermounterwäsche (am besten aus Wolle)

–          Fleecejacke oder Pullover

–          Schuhe mit dicken Sohlen (als Isolation zum Boden)

–          Schuhspikes zum Überziehen

–          Einlegepads für die Schuhe gegen die Kälte

–          Warme Socken (auch am besten auch aus reiner Wolle)

Ein Glück, dass gerade Sale ist! Wir haben die meisten Sachen um bis zu 70% reduziert gekommen und mega Schnäppchen gemacht.

Aktuell bin ich noch dabei einen Mietwagen zu organisieren um richtig auf Polarlicht Jagd gehen zu können und zudem auch tagsüber mobil zu sein (die finnische Grenze ist z.B. nur 100km entfernt). Zudem ist es anscheinend gar nicht so einfach Polarlichter zu fotografieren, deswegen versuche ich momentan Herrin über unsere neue Canon EOS 1200d zu werden – und nein, die Antwort „Nimm am besten den Automatik-Modus“ hilft in diesem Fall nicht. Polarlichter zu fotografieren ist eine Sache für sich und ich bin sehr gespannt, ob wir es vernünftig hinbekommen werden, üben kann man es ja vorher nicht.

Also seid gespannt ich werde euch weiter über die Aurora Borealis und unsere Suche danach berichten.

 

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2 Gedanken zu “… where your Arctic adventure begins

  1. Liebe Angela, vielen Dank für dein hilfreiches Kommentar! Ich werde mir den Blog der Reicherts heute Abend direkt ansehen. Stativ ist schon bestellt ,-) Wir fliegen auch von Hamburg über Oslo, hätte ich noch dazu schreiben sollen. Du kannst ja im März noch mal bei mir vorbei schauen, ich werde versuchen viele Bilder aus Tromso zu posten. LG Svenja

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  2. Hallo Svea,
    ich kann dich zu deiner Reise nach Tromso nur beglückwünschen ! Richtige Entscheidung. Ich war 2013 dort und war begeistert.
    Ein Tipp, anstatt der teuren Schifffahrt wo du keine Nordlichter fotografieren kannst, buche lieber eine Tour mit einem Fotografen.
    Ich habe eine Tour mit Vidar gebucht. Wir waren nur 7 Leute und er gibt super Tipps. Vor der Tour gibt es auch noch eine Theoriestunde. http://www.creativevacations.no/ Du wirst diese Tour nicht bereuen.
    Dann kann ich dir noch den Blog von Gabi Reichert empfehlen http://www.5reicherts.com/ Dort gibt es auch ein sehr gutes Tutorial über die Nordlichfotografie. Was du an warmen Klamotten nicht hast, kannst du auch gut in Norwegen kaufen. Pack lieber ein paar Dosen Bier in den Koffer 😀 und unbedingt ein Stativ ! Übrigens kann man von Hamburg sehr gut mit Norwegian via oslo nach Tromso fliegen 😉 https://www.norwegian.com/de/ . Ich hoffe das dir diese Tipps nützen und beneide dich jetzt schon um deine Reise.
    LG Angela

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